**Ask me no questions and I tell you no lies.**

Heartbreaker
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„Daaaaaaaa…oh mein Gott, Maari, guck doch mal, da ist ER!!“ kreischte Liisa. Genervt verdrehte ich die Augen. „Man Liisa, WER denn?!“ „Na ER…Lauri!“ sie schmachtete seinen Namen regelrecht. Och nee, nich SCHON wieder. Ich zog Liisa genervt weiter. „Ey Liisa, wenn du dich nich traust, ihn mal endlich anzusprechen, werd dir persönlich den Mund stopfen, wenn du noch einmal seinen Namen erwähnst.“ drohte ich und warf einen Blick hinter meine Schulter. Etwas beleidigt schaute sie mich an. „Du weißt doch, wie schüchtern ich bin“, jammerte sie. Ich seufzte. Das stimmte allerdings. Sie traute sich nichtmal, in der Kaufhalle eine Tüte Gummibärchen zu kaufen. Plötzlich blieb sie stehen. Ich drehte mich um und schaute sie verwundert an. „Was denn?“ Sie strahlte mich regelrecht an. „Mir ist grad eine wunderbare Idee gekommen“ grinste sie. Ich sah sie erwartungsvoll an. „Und?“ „Naja…wegen der Sache mit Lauri…also, ich weiß ja, dass du ihn nich besonders leiden kannst…“ „Richtig, dieses arrogante Arschloch kann mich mal kreuzweise“, stellte ich trocken fest. „Aber ich dachte…naja, also du kannst sehr gut mit anderen Leuten reden und…da dachte ich mir, dass du vielleicht…also, du könntest ja vielleicht…“ „Ooooooooooh nein, ich werden ihn NICHT für dich fragen mein Schatz, DAS darfst du gern allein tun.“ sagte ich zuckersüß. Erschrocken sah sie mich an. „Aber…ich dachte wir wären Freundinnen…“ „Sind wir doch auch…nur brauchen wir dazu keine verblödeten, quietschentchenblonde Kerle.“ Ihre Unterlippe zitterte. Oh, oh. Sie würde doch jetzt nicht etwa…?! Doch, würde sie. Ich seufzte. Dicke Kullertränen rannen ihre Wangen hinunter. „Och Süße..“ sagte ich liebevoll und nahm sie in den Arm. Sie schniefte. „Ich hasse mich ja selbst dafür, dass ich so verdammt schüchtern bin, aber…“ „Schhh, ist schon okay, dann frage ich ihn eben.“, seufzte ich abermals und löste mich aus der Umarmung. Sie lächelte wieder. „Ehrlich? Das wäre so supi lieb von dir, Maus…“ schniefte sie ein letztes Mal und wischte sich die Tränen weg. „Aber nur, weil du ihn wirklich zu lieben scheinst.“ rechtfertigte ich mich. Ich wusste jetzt schon, dass wir beide das irgendwann bereuen würden. Ich hatte keine Ahnung wieso, aber irgendwie hatte ich so ein komisches Gefühl.

Chapter 2

Da vorne stand er. Wie immer mit seinen Freunden und rauchte lässig. Komisch, obwohl ich diesen Typ zutiefst verabscheute, wurde ich doch ziemlich nervös, als ich langsam auf ihn zuging. Plötzlich drehte sich einer seiner Kumpels in meine Richtung, zeigte auf mich und sagte irgendwas zu Lauri. Dieser schaute mich nun auch an, grinste komisch und schnippte seine Kippe weg. Na toll, dachte ich mir. Notgeile Kerle nach einem Date zu fragen war nich grad mein Spezialgebiet. Noch ein paar Schritte und dann war ich da. Scheiße, von Nahem sah der Typ sogar richtig gut aus. „Hey.“ begrüßte ich sie. Lauri sah mich an…von oben, bis unten. Seine grünen Augen blitzten kurz. „Hy“, sagte er betont lässig. „Wie kommts, dass du dich freiwillig in die Höhle des Löwen begibst?“ grinste er schelmisch. Hä, was hatte ich verpasst?! „Rrrrrrrr“ machte einer seiner verblödeten Freunde und kicherte. Ich zog die Augenbrauen hoch. „Auf jeden Fall nicht aus freien Stücken“, stellte ich klar. „Wirklich?“ sagte Lauri gespielt überrascht. „Ja. Sag mal, du kennst doch meine Freundin Liisa, oder?“ versuchte ich geschickt zum eigentlichen Thema dieser sinnlosen Unterhaltung zu führen. Er schaute mich etwas verwirrt an. „Da“, sagte ich und zeigte in die Richtung, in der sie stand. Lauri schaute kurz in ihre Richtung und gab dann ein gelangweiltes „Hm, schon mal gesehn.“ von sich. Mental erschlug ich ihn für diese Antwort. Musste man diesem Kerl den wirklich alles aus der Nase ziehen? Ieh, der Gedanke allein… . Ich überlegte mir grade eine professionell klingende Frage, als…“Und sie hat dich sicher geschickt, um ein Date mit mir auszumachen, weil sie sich selber nicht traut und dich so lange zugelabert hat, bis dus gemacht hast?!“ sagte er und klang noch immer gelangweilt. Ich staunte nicht schlecht. „Ähem…jaah, so in etwa.“ „Dacht ichs mir. Sag ihr danke, keinen Bedarf.“ WAS?! Keinen Bedarf, für was hält der sich eigentlich?! Ich räusperte mich und zwang mich, ruhig zu bleiben. Oh man wie ich es hasste, mit ihm Konversation führen zu müssen. „Und…äh…ich mein, du kennst sie doch gar nicht, ihr könntet doch…“ „Hör mal Kleine, ich will sie auch nicht kennen lernen, okay?“ Wütend sah ich ihn an. „Ja gut, alles klar, ich sags ihr. Denk bloß nicht, es würde mir Spaß machen, mich mit so einem Arschloch wie dir unterhalten zu müssen.“ Ich warf mir mein langes schwarzes Haar über die Schulter und wollte grade zurückstolzieren, als mich Lauri von hinten am Arm festhielt und umdrehte. „Na na, nur weil ich deine Freundin nicht will, musst du mich noch lange nicht als Arschloch abstempeln, Süße.“ sagte er und grinste breit. „Vielleicht könnten wir zwei Hübschen mal ein Date ausmachen?“ grinste er mich an und beugte sich an mir vorbei, um sich eine Kippe von einem seiner Freunde zu nehmen und berührte dabei REIN ZUFÄLLIG meine Wange. Ich hatte große Lust, ihm mal so richtig eine zu kleben, aber durch die Berührung war mein Körper komischerweise ein bisschen gelähmt und nicht einsatzfähig. So konnte ich ihm nur mitteilen: „Oh, super Idee, holst du mich dann bei meinem Freund ab?“ und grinste triumphierend. Ich beobachtete genüsslich, wie ihm alles aus dem Gesicht fiel. „Bei deinem…Was?!“ „Freund, ganz richtig. Und jetzt entschuldige mich, ich muss meiner Freundin eben sagen gehen, dass sie Glück hatte, nicht mit dem größten Loser ever auszugehen.“ sagte ich, drehte mich um und ging zu Liisa, die schon sehnsüchtig auf meine Berichterstattung wartete, zurück. Ich hätte platzen können vor Stolz, mein Auftritt eben wird der nicht so schnell vergessen, der war ja filmreif, grinste ich vor mich hin. Sein Gesicht hat so göttlich ausgesehen, dachte ich und war dem Lachanfall schon extrem nahe.


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t.b.c.